Das war’s – die 3. greenmeetings & events in Frankfurt

Nun ist auch das biennale Branchen-Event der nachhaltigen Veranstaltungsbranche vorerst Geschichte. Im kommenden Jahr findet die MEXCON statt und erst 2017 treffen sich die Nachhaltigkeits- manager der Hotels und Veranstaltungsorte wieder. Überhaupt war das Programm der diesjährigen Konferenz sehr stark auf die Betreiber von Veranstaltungsorten und Hotels ausgerichtet. Für sie gab es die meisten Workshops und Panels. Wen wundert’s, schließlich stehen doch der EVVC und das GCB als Initiatoren der „greenmeetings und events“ auch insbesondere für diesen Teil der sogenannten MICE-Industrie. Für Agenturen gab es nur ein sehr begrenztes Angebot und die sogenannten Corporates (also die Kunden, die eigentlich nachhaltige Veranstaltungen nachfragen sollten) haben sich nur sporadisch in Frankfurt im Kap Europa eingefunden. Das war schade.

greenmeetings-events.de
greenmeetings-events.de

Die an die Workshops anschließenden Diskussionen kamen nur schwerfällig in Gang. Aber vielleicht lag es auch nur an den starren, frontal ausgerichteten Formaten. Oder vielleicht an den Inhalten, die manchmal doch recht „basic“ waren (manchmal habe ich mich gefragt, ob sich die Branche in den letzten Jahren wirklich so wenig in Sachen Nachhaltigkeit weiter entwickelt hat). Auch die Keynote war wenig inspirierend. Alles schon mal gehört. Innovation war nicht spürbar. Mehr Innovationen bei den Inhalten und in den Formaten, heterogenere Besucher und eine spannendere Ausstellung, die über Sponsorenpräsentationen hinausgeht, wären meine Wünsche für die nächste Konferenz.

Aber auch das ist ja irgendwie Nachhaltigkeit: ein ständiger Verbesserungsprozess ist möglich. Natürlich es gab auch die guten und schönen Seiten der „greenmeetings und events“: Dem Netzwerken wurde im hervorragend ausgewählten Kap Europa viel Zeit eingeräumt. Ich habe nicht nur viele alte Bekannte wieder getroffen, sondern auch spannende neue Menschen kennengelernt und die Chance genutzt, die Weichen für einen weiterführenden, fachlichen Austausch zu stellen.

Dem Organisationsteam muss in diesem Zusammenhang unbedingt gedankt werden. Alles war reibungslos und gut organisiert, sodass die Gespräche in den Pausen schnell in Gang kamen. So war alles recht „entschleunigt“ und das ist ein großer Pluspunkt – Teilnehmer, die sich richtig wohl fühlen und die Freiräume nutzen, können ein Thema ja auch in den Pausen voran bringen. Und ein wenig Werbung für unser neues Fachbuch „Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement mit Strategie“ habe ich auch gemacht. So gesehen, war der Besuch der    „3. greenmeetings und events“ doch ein Erfolg.

Veröffentlicht in News